{"id":2219,"date":"2026-06-20T15:09:23","date_gmt":"2026-06-20T15:09:23","guid":{"rendered":"https:\/\/expatcircle.com\/cms\/de\/?p=2219"},"modified":"2026-06-20T21:46:18","modified_gmt":"2026-06-20T21:46:18","slug":"iran-und-die-tragodie-des-tellurischen-krieges-oder-warum-die-nato-den-den-ukrainekrieg-verliert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/expatcircle.com\/cms\/de\/iran-und-die-tragodie-des-tellurischen-krieges-oder-warum-die-nato-den-den-ukrainekrieg-verliert\/","title":{"rendered":"Iran und die Trag\u00f6die des tellurischen Krieges [Zusammenfassung]. Oder warum die Nato den den Ukrainekrieg verliert."},"content":{"rendered":"<header>\n<p class=\"author\"><a href=\"https:\/\/www.multipolarpress.com\/p\/iran-and-the-tragedy-of-telluric-war?hide_intro_popup=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Iran und die Trag\u00f6die des tellurischen Krieges<\/a><\/p>\n<\/header>\n<div class=\"body\">\n<p>Eine kurze KI Analyse des Artikels auf Multipolar Press.\u00a0 Oder warum die <a href=\"https:\/\/www.thearticle.com\/defeat-of-the-west-emmanuel-todd-and-the-russo-ukrainian-war\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NATO den den Ukrainekrieg verlier<\/a>t.<\/p>\n<p>Der Essay argumentiert, dass der Westen den Iran w\u00e4hrend des \u201eRamadan-Krieges\u201c 2026 grundlegend missverstanden habe. Westliche Strategen betrachteten Krieg vor allem durch die Brille von Technologie, Logistik und materieller \u00dcberlegenheit. Die eigentliche St\u00e4rke des Iran liege jedoch in seiner jahrtausendealten Zivilisation, seiner religi\u00f6sen Identit\u00e4t und seiner tiefen Verwurzelung in Geschichte und Geographie. Unter R\u00fcckgriff auf Denker wie Martin Heidegger, Carl Schmitt, Oswald Spengler und Mulla Sadra stellt der Autor die moderne westliche Kriegsf\u00fchrung einer \u201etellurischen\u201c (erdverbundenen) iranischen Weltanschauung gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Zentrale Aussagen<br \/>\n1. Der Westen f\u00fchrt technologisch effiziente, aber geistig entleerte Kriege<\/p>\n<p>Der Autor behauptet, dass moderne westliche Milit\u00e4rmacht Menschen, Landschaften und Gesellschaften auf Datenpunkte, Ressourcen und Ziele reduziere. Mit Heideggers Begriff des \u201eGestells\u201c beschreibt er Krieg als technokratischen Verwaltungsprozess, der seinen politischen und spirituellen Sinn verloren habe.<\/p>\n<p><strong>2. Der Ukraine-Krieg wird als Beispiel dieser Entwicklung dargestellt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nach Ansicht des Autors unterst\u00fctze der Westen die Ukraine prim\u00e4r aus geopolitischen und verwaltungstechnischen Motiven. Russland hingegen wird als Macht beschrieben, die f\u00fcr historische Kontinuit\u00e4t, kulturelle Identit\u00e4t und territoriale Verwurzelung k\u00e4mpfe. Hierzu wird Carl Schmitts Konzept des \u201eKatechon\u201c herangezogen \u2013 einer Kraft, die den Zerfall der Ordnung aufh\u00e4lt.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n3. Die Widerstandskraft des Iran beruht auf zivilisatorischer Kontinuit\u00e4t<\/p>\n<p>Ein Kernargument lautet, dass Iran \u00fcber ein historisches Ged\u00e4chtnis verf\u00fcge, das Jahrtausende \u00fcberdauert habe. Unter Bezug auf Mulla Sadras Lehre der \u201esubstanziellen Bewegung\u201c vertritt der Autor die These, dass Iran Krisen nicht durch Anpassung oder Aufl\u00f6sung begegne, sondern durch eine Intensivierung seiner Identit\u00e4t.<\/p>\n<p>4. Das M\u00e4rtyrertum wird als strategischer Faktor verstanden<\/p>\n<p>Der Essay argumentiert, dass iranische K\u00e4mpfer aufgrund religi\u00f6ser Traditionen und der Erinnerung an Kerbela ein grunds\u00e4tzlich anderes Verh\u00e4ltnis zum Tod h\u00e4tten. Diese Bereitschaft zum Opfer k\u00f6nne von westlichen Milit\u00e4rplanern weder quantifiziert noch vollst\u00e4ndig verstanden werden.<\/p>\n<p>5. Geographie wird als zivilisatorische Waffe interpretiert<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe von Hormus erscheint nicht nur als strategischer Engpass, sondern als symbolische Grenzlinie zwischen maritimen (\u201ethalassokratischen\u201c) und landgebundenen (\u201etellurischen\u201c) M\u00e4chten. Die tiefe Verbindung des Iran zu seinem Territorium verleihe ihm laut Autor Vorteile, die sich nicht allein durch Technologie neutralisieren lassen.<\/p>\n<p>6. Der Text ist eine grunds\u00e4tzliche Kritik der modernen westlichen Zivilisation<\/p>\n<p><strong>Im Schlussteil argumentiert der Autor, westliche Gesellschaften h\u00e4tten ihren Sinn f\u00fcr Geschichte, Opferbereitschaft und das Heilige verloren. Iran wird dagegen als Beispiel einer Kultur dargestellt, die ihre historische Erinnerung bewahrt habe. Langfristige St\u00e4rke beruhe nicht allein auf Reichtum und Technologie, sondern auf gemeinsamem Sinn, Erinnerung und kollektiver Identit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n<p>Wichtige Begriffe<\/p>\n<p>Tellurische Macht: Eine Zivilisation, die in Land, Geschichte und Territorium verwurzelt ist.<\/p>\n<p>Thalassokratische Macht: Eine auf Seeherrschaft, Handel und Mobilit\u00e4t beruhende Macht.<br \/>\nGestell: Heideggers Begriff f\u00fcr die technologische Sichtweise, die alles zu einer nutzbaren Ressource macht.<\/p>\n<p>Bumiyyat: Verwurzelung oder Autochthonie; die tiefe Verbindung eines Volkes mit seinem Land.<\/p>\n<p>Ishtidad: Existenzielle Intensivierung; das St\u00e4rkerwerden durch Krisen.<\/p>\n<p>Tadhakkur: Erinnerung als lebendige Teilnahme an Geschichte und Tradition.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das sind alles Entwicklungen, die Leute wie M\u00fcnkler nicht verstehen. Siehe auch <a href=\"https:\/\/expatcircle.com\/cms\/de\/boomer-herfried-munkler-heroische-und-postheroische-gesellschaften\/\">Boomer Herfried M\u00fcnkler: Heroische und postheroische Gesellschaften<\/a><br \/>\nDie blanke Wahrheit ist, es gibt schlicht und einfach nichts mehr, f\u00fcr das es sich zu k\u00e4mpfen lohnen w\u00fcrde!<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Iran und die Trag\u00f6die des tellurischen Krieges Eine kurze KI Analyse des Artikels auf Multipolar Press.\u00a0 Oder warum die NATO den den Ukrainekrieg verliert. Der Essay argumentiert, dass der Westen den Iran w\u00e4hrend des \u201eRamadan-Krieges\u201c 2026 grundlegend missverstanden habe. Westliche Strategen betrachteten Krieg vor allem durch die Brille von Technologie, Logistik und materieller \u00dcberlegenheit. 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