
Das Wohngeld hätte es eigentlich nie geben dürfen. Es ist eine typische Zwischenlösung für Menschen, die zwischen Sozialhilfe und Niedriglohnsektor stecken – weder richtig arm noch richtig selbstständig lebensfähig.
Obwohl ich Ludwig von Mises sonst nicht uneingeschränkt folge, hat er in diesem Punkt recht:
„Ein einzelner Eingriff […] muss fehlschlagen. Er führt zu einem Zustand, der vom Standpunkt seiner Urheber aus noch weniger befriedigt als der vorherige […]. Will man den so entstandenen Zustand wieder beseitigen, dann muss man dem ersten Eingriff weitere Eingriffe folgen lassen.“
– Ludwig von Mises
Das Wohngeld löst kein strukturelles Problem, sondern verschiebt es nur. Tatsächlich wirkt es vor allem wie eine versteckte Subventionierung von Vermietern. Der Mietpreis sollte sich eigentlich frei aus Angebot und Nachfrage bilden. Stattdessen konkurrieren normale Arbeitnehmer mit vom Sozialstaat finanzierten Haushalten um knappen Wohnraum – finanziert mit ihren eigenen zwangsweise eingetriebenen Steuergeldern. Völlig absurd.

Es wird kein Wohngeld mehr geben. Keine Sozialhilfe. Und perspektivisch auch keine flächendeckende Krankenversicherung in der bisherigen Form. Der Sozialstaat, wie wir ihn kannten, löst sich auf.
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