Focus: Plötzlich wackeln Akademiker-Jobs in Deutschland

Focus hat einen Artikel über arbeitslose Akademiker gebracht, und dies nach Fachrichtung aufgeschlüsselt. Focus Quelle

 

Berufsgruppe Arbeitslosenquote Bemerkungen
Naturwissenschaften 8,3 % Höchste Quote; viele in industrienaher Forschung, anfällig für Konjunkturschwankungen und Kürzungen bei “Zukunftsprojekten”.
Geistes- und Gesellschaftswissenschaften 6,5 % Deutlich über dem Durchschnitt; oft projektbasiert oder drittmittelfinanziert, Übergangsprobleme in den Jobmarkt.
Marketing, Medien, Werbung 7,5 % Starke Kürzungen durch Budgets und KI; überdurchschnittlicher Stellenabbau seit 2023.
Ingenieurwesen (z. B. Automobil, techn. Vertrieb) >8 % Treffer durch Industrieabschwung.
IT/Softwareentwicklung ca. 3–4 % (aber 9.600 Arbeitslose) +30 % im Jahresvergleich; zyklisch durch Automatisierung.
Gesamtdurchschnitt (Akademiker) 2,9 %

Einige Dinge fallen auf:

  1. Die Arbeitslosenzahlen von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren sind erstaunlich hoch. Offiziell 8%, real dürften sie noch darüber liegen.  Ich empfinde das als sehr, sehr viel. Da schlägt die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit und mangelndes russisches Gas voll durch.
  2. Die verschrienen Geistes- und Gesellschaftswissenschaften haben eine deutlich geringere Arbeitslosenquote als MINT Absolventen. Das ist erstaunlich und man muss sich fragen, ob man sich ein MINT Studium wirklich antun muss.
  3. Juristen und Mediziner sind nicht aufgeführt. Klassische Berufe, die sich schwerer nach Asien auslagern lassen. Und jeder braucht mal einen Juristen oder Mediziner. Wann was das letzte mal, als ihr einen Chemiker gebraucht habt?
  4. Der Gesamtdurchschnitt macht mit etwas skeptisch. Wie will man bei den Zahlen noch auf 2,9% kommen?
  5. Deutschland steuert auf eine verlorene Dekade hin.

 

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