Ruth Hoffmann vom Spiegel und Ihre feuchten Wolkenkuckucksheimträume

Der rechte Traum vom völkisch reinen Reich. Das Kyffhäuser-Denkmal steht für die AfD für die deutsche Nation, die mindestens seit Kaiser Barbarossas Zeiten vermeintlich unverändert existiere. Warum das Unsinn ist und was wir dem entgegensetzen sollten. Als sich der ultrarechte Flügel der AfD im Sommer 2015 hier zum ersten »Kyffhäuser-Treffen« versammelte, war die Kulisse mit Bedacht gewählt: Man wolle daran erinnern, »wer wir sind und wo wir herkommen«, sagte der thüringische Landesvorsitzende Björn Höcke. Ruth Hoffmann

Mir ist nicht bewusst, dass die AfD völkisch ist, auch wenn ihr das unterstellt wird. Die Vorsitzende Weidel lebt in einer lesbischen Beziehung mit einer Frau aus Sri Lanka.

Es gibt afrikanischstämmige Menschen in der AfD, wie z. B. Achille Demagbo.

Es gibt asiatischstämmige Menschen in der AfD, wie Anna Nguyen.

Da ist es fraglich, wie viel Sinn es macht, von einer “völkischen” Partei zu sprechen. Die AfD versteht sich sicher als konservativ, aber auch als freiheitlich. Zu wenig freiheitlich für meinen Geschmack, ich bin aber auch weder Mitglied noch AfD-Wähler.

Also, was ist Deutschland? Ein Land mit fluiden Grenzen, einer fluiden, aber deutschsprachigen Bevölkerung in der Mitte Europas, einem moralischen Überlegenheitsgefühl, dessen Staaten dazu neigen zu scheitern. Allerdings war es immer in der Lage, diese geografische Position zu behaupten, oft in Kriegen mit Millionenverlusten. Die geografische Lage erklärt auch, warum die Deutschen so einen Staat haben müssen. Völkisch rein war es noch nie, deshalb kann man daran auch nicht anknüpfen.

Nach diesem Verständ­nis bilden die »deutsche Nation« und das »deutsche Volk« eine scheinbar zeitlos gültige Einheit. Dabei sind Nationalstaaten politische Gebilde des 19. Jahrhunderts, also vergleichsweise jung: Deutschland wurde sogar erst 1871, mit Gründung des Kaiserreichs, zur Nation. Zuvor gab es lediglich mehrere Hundert Kleinstaaten; und selbst wer sich damals für die nationale Idee begeisterte, identifizierte sich zuallererst mit seiner Region, der dortigen Mundart und Lebensweise. Der Wunsch nach einem vereinten Deutschland entsprang vor allem der Hoffnung auf ein Ende der Feudalherrschaft, auf Freiheit und politische Mitbestimmung. Ruth Hoffmann

Zu diesen Kleinstaaten würde ich gerne zurück. Mehr Liechtenstein, mehr Luxemburg, mehr Schweiz, weniger Deutschland.

 

Was die AfD »Nation« nennt und anstrebt, gehört also einer unwiederbringlich vergangenen Zeit an. Ruth Hoffmann

Zumindest geht es in diese Richtung, wenn auch in krimineller Art und Weise, wie z. B. das widerrechtliche Öffnen der Grenzen und das Aushebeln der Dublin-Verordnungen. Basierend auf Ideen von Multikulturalismus und “wir sind alle gleich”. Wozu es führt, wenn Menschen aus Stammesgesellschaften mit hohem Gewaltpotenzial, niedrigem IQ und niedriger Bildung millionenfach in Industrieländer importiert werden, kann man an den Kriminalitätsstatistiken und zusammenbrechenden Sozialsystemen sehen. Die Idee eines “Melting Pots” kam wohl aus den USA und wurde insbesondere von Leuten vertreten, die die Rassenproblematiken in den USA gar nicht verstehen. Da gibt es bis heute tiefe Gräben. Interessanterweise gehen die USA derzeit den entgegengesetzten Weg bei der Einwanderung und versuchen, Einwanderung aus Problemstaaten zu begrenzen bzw. umzukehren.

Jeder Mensch sei »in einer Kultur mit deren Sprache sozialisiert«, habe seine Heimat »anhand des Bodens, der Landschaft, der Jahreszeiten … erfahren« und trage »das Erbgut der Generationen« in sich, ist im »Manifest« des AfD-Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah zu lesen. Diese Prägung mache ihn zum »Teil einer Gemeinschaft der Ähnlichen«. Gemäß dieser Blut-und-Boden-Ideologie unterscheiden seine Parteifreunde und er zwischen »Passdeutschen« und »echten Deutschen«, die Krah »Autochthone« nennt.

Riesenbaby Krah mag ein Idiot sein, aber er hat da in gewisser Weise nicht unrecht. Weniger aus “rassischen Gründen”, die ich auch bei ihm nicht erwähnt sehe, sondern aus kulturellen. Wie deutsch kann ein Einwanderer sein, der vielleicht sogar die deutsche Sprache spricht, aber von Sozialleistungen lebt, der ungebildet ist, seine Religion für überlegen hält und andere Religionen, solange es keine Juden sind, maximal toleriert, der deutsche Frauen für Freiwild hält und bei dem Frauen an Vergewaltigungen selbst schuld sind. Der deutsche Werte völlig ablehnt und Deutschland als reines Beuteland sieht. Das Problem an der Sache ist, dass, wenn diese Immigranten wirklich mal in der Mehrheit sind, es kein muslimisches, stammesgesellschaftliches Deutschland geben wird, sondern schlicht ein weiteres gescheitertes Scheißloch in der Mitte Europas. Wir haben dann das, vor dem sie geflohen sind. Staatsangehörigkeit allein macht noch keine kulturelle Integration.

Das kann man ja so sehen oder anders. Fakt ist, ich will diese Leute nicht hier haben. Ich will aber auch kein Deutschland, mir wären kleinere Staaten lieber. Warum Deutschland nicht in die Bundesländer zerschlagen? Dann würde es auch sicher ein Bundesland geben, mit echter Meinungsfreiheit, liberalem Waffenrecht und niedrigen Steuersätzen und ohne Asyl. Moslems könnten z. B. nicht eingebürgert werden. Das ist auch nicht schlimm, Nicht-Muslime können in vielen Emiraten auch keine Bürger werden. Übrigens nicht deshalb, weil ich Moslems nicht mag. Der Islam ist eine sehr alte und sehr starke Kultur. Meiner Ansicht nach ist er jedoch mit einer westlichen, offenen Industriegesellschaft nicht vereinbar.

Und Ruth Hoffmann kann sich ihre linken Wolkenkuckucksheime dann in ihrem Bundesland verwirklichen. Unterschiedliche Regionen sollten unterschiedliche Gesellschaftsmodelle ausprobieren dürfen.